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Radwanderwege – Der Selztalradweg

Die Quelle der Selz, eines der Hauptgewässer des uralten Siedlungsgebietes Rheinhessen, entspringt in Orbis und schlängelt sich von dort aus durch das malerische rheinhessische Hügelland. Nach 61 Kilometer mündet die Selz bei Ingelheim in den Rhein. Seit Juli 2001 ist auf einer Länge von 52 Kilometer zwischen Alzey und Ingelheim ein durchgehend ausgebauter Rad/Wirtschaftsweg vorhanden. Dieser folgt der Selz und führt durch die reizvolle Landschaft Rheinhessens, meist eben müssen nur wenige sanfte Steigungen überwunden werden. Der Selzverband, als ein verbindendes Glied zwischen den beiden Landkreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms hat die noch fehlenden 1,7 Kilometer ausbauen lassen. Somit ist jetzt einer der schönsten und idyllischsten Bereiche Rheinhessens ohne Unterbrechung zu „erfahren“. Rechts und links des Weges laden die Ortschaften mit ihren urigen und gemütlichen Straußwirtschaften und Gastronomiebetrieben zum verweilen und ausruhen ein. Ausgehend von Alzey führt der Radweg, mit einheitlicher Beschilderung versehen, immer in Sichtweite zur Selz durch Framersheim nach Gau-Odernheim und weiter nach Bechtolsheim. Nach 5 Kilometer Landschaft pur ist Friesenheim in Sicht. Über Köngernheim, Hahnheim/Selzen wird der Wahlheimer Hof erreicht. Von dort aus führt der Weg am wichtigen Biotop Hahnheimer Bruch und der Selzrenaturierung vorbei nach Sörgenloch. Von Sörgenloch aus, hier verläuft der Radweg parallel zur Straße, ist schnell Nieder-Olm erreicht. Über Stadecken-Elshein, Schwabenheim und Groß-Winternheim gelangt man nach Ingelheim und zum Ende des Radweges, die Mündung der Selz in den Rhein im Bereich des Ingelheimer Hafens.
Zusätzlich zum jetzt ausgebautem Radweg hat man die Möglichkeit über wenig befahrene Seitenstraßen von Alzey aus über Alzey-Weinheim und Offenheim die Selzquelle in Orbis zu erreichen. Von dort aus führt ein Radweg nach Kirchheim-Bolanden. Der Selzradweg hat Anschluss an zahlreiche weitere Radwege, die ideal miteinander kombiniert werden können.
Wegstrecke: ca. 52 km
Eine kostenlose Karte zum Selztalradweg kann unter www.rheinhessen-info.de angefordert werden.

Reiseziel Rheinhessen

Rheinhessen entstand unter diesem Namen nach 1815, als die vorher politisch stark zersplitterte Region erstmals vereinigt und dem Großherzogtum Hessen zugeschlagen wurde. Rheinhessen blieb bis 1918 beim Großherzogtum Hessen, dann bis 1945 beim Volksstaat Hessen. Durch die Grenzziehung zwischen französischer und amerikanischer Besatzungszone wurde es von Hessen getrennt und war ab 1947 einer von fünf Regierungsbezirken des neugeschaffenen Bundeslands Rheinland-Pfalz. Er umfasste die kreisfreien Städte Mainz, Ingelheim und Worms sowie die Landkreise Alzey-Worms und Mainz-Bingen. Der Landkreis Oppenheim war bereits 1938 aufgelöst und dem Landkreis Mainz zugeschlagen worden.

Rheinhessen wird von Rhein und Nahe umschlossen und erstreckt sich über eine Fläche von rund 1.400 km² zwischen der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz und den Städten Alzey, Bingen und Worms. Weitere größere Orte in der Region sind Ingelheim am Rhein, Nierstein und Oppenheim (alle am Rhein gelegen), sowie Osthofen, Nieder-Olm und Wörrstadt.

Durch seine geschützte Lage im Luv und Lee von Hunsrück, Taunus, Odenwald und Donnersberg gehört Rheinhessen zu den wärmsten und trockensten Gebieten Deutschlands, was den Wein- und Obstanbau begünstigt.

Ein Fünftel der Region Rheinhessen in Rheinland-Pfalz, die auch die waldärmste Deutschlands ist, ist mit Rebstöcken bepflanzt. Über 6000 Winzer produzieren pro Jahr mehr als 2,5 Mio. Hektoliter Wein aus ca. 120.000.000 Rebstöcken. Von den 136 Gemeinden Rheinhessens betreiben lediglich Budenheim, Hamm am Rhein und Hochborn keinen Weinbau.

Rheinhessen ist zudem eines der traditionsreichsten Anbaugebiete, in dem bereits seit 20 v. Chr. Wein angebaut wird. In Nierstein befindet sich die älteste, urkundlich belegte Weinlage Deutschlands.

Bis Anfang der 1980er-Jahre wurde in Rheinhessen vornehmlich Quantität erzeugt, was sich in keinem allzu guten Ruf niederschlug. Berühmt-berüchtigt ist in diesem Zusammenhang die Liebfrauenmilch aus der gleichnamigen Großlage.

Seitdem hat jedoch ein Umdenken eingesetzt, und einer neuen Winzergeneration ist es zu verdanken, dass der rheinhessische Wein nunmehr wieder einen guten Ruf besitzt.

Hier können Sie sich über weitere Kulturangebote informieren!

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