Home » Allgemein » Neujahrsrede 2018

Liebe Köngernheimerinnen, liebe Köngernheimer, liebe Gäste,

ein herzliches Willkommen zum Neujahrsempfang der Gemeinde Köngernheim. Ich freue mich sehr, dass Sie die Einladung angenommen haben, um nach einer hoffentlich tollen Silvesternacht mit den hier Anwesenden noch einmal auf das Neue Jahr anzustoßen.

Von der im letzten Jahr verstorbenen Joy Flemming gibt es einen berühmten Song: Ein Lied kann eine Brücke sein…… und so sind die Lieder die die Big Band Selzen Köngernheim spielt, eine Brücke, um mit Schwung in das Jahr hinein- zukommen. Ein Dankeschön an die Aktiven der BigBand für ihr Mitwirken.

Mein besonderer Gruß geht an all diejenigen, die so gerne hier dabei gewesen wären, dies aber aus Krankheitsgründen nicht können. Alle guten Genesungswünsche gelten Ihnen.

The same procedure as every year so heißt es Silvester, wenn traditionell Miss Sophie im Dinner for one zu sehen ist. Miss Sophie, die viele Jahre mit lieb gewonnenen Freunden feierte, leckeres Essen servierte und das ein oder andere Gläschen trank, blieb im hohen Alter als Gesellschaft nur der Butler, aber auch daraus hat sie noch einen sehr geselligen Abend gemacht, der Kultstatus erreicht hat. Das beste aus den Lebenssituationen machen, das ist die Devise für ein zufriedenes Neues Jahr. Es kommt drauf an, was man draus macht!

Auch unser Neujahrsempfang hat auch schon einen gewissen Kultstatus, treffen sich doch alt und jung, alt eingesessene Köngernheimer sowie neue Köngernheimer, um in geselliger Runde zusammen zu kommen und last but not least meinen Worten zu lauschen. Ein schönes Zitat bezüglich einer „Rede“, also den Worten zu lauschen, lautet wie folgt:

„Jeder darf seine Worte wählen und seine Meinung kundtun. Genau wie es jedem zusteht auszuwählen, wem er sein Gehör schenkt. Eine Rede ohne Zuhörer ist nichts weiter, als ein lautes Selbstgespräch“.

Damit meine Rede nicht im Selbstgespräch endet, habe ich mir überlegt, heute mit einem Augenzwinkern, die Leut im Ort zu Wort kommen zu lassen. Keine Angst, nicht jeder „der Leut“ muss heute was hier in das Mikro sprechen, dann hätten „die Leut“ ja einzelne erkennbare Gesichter. Und da wir im Dorf viele Leut sind und das Jahr 365 Tage hat…… dann kann das etwas dauern, schnallen Sie sich also an!

Aaaach der KCC endlich hat der auf „die Leut“ gehört und die Prunksitzung für 2018 wieder von Freitag auf Samstag verlegt!! Das ist doch mal was und hoffen wir, dass die Leut da auch alle fleißig hingehen, die Halle füllen und wir uns vom Frohsinn des Fastnachtsabends in Köngernheim anstecken lassen. Es wäre doch schade, wenn mangels Teilnehmer die Tradition der Prunksitzung verloren ginge. Karten können gleich bei Norbert Schneider und Thomas Heier gekauft werden. Die Aktiven proben seit Wochen und warten auf den Auftritt vor dem heimischen Publikum. Überhaupt der KCC, was die in 2017 wieder alles auf die Beine gestellt haben, eine tolle Fastnachtskampane, Kinderfastnacht, Prunksitzung und Weibersitzung, Erwachsenentheater im Frühjahr ein super Kindertheater mit „der kleinen Hexe“ im Dezember und am Kerbesonntag noch das Mittagessen! Da solle „die Leut“ mal sagen was sie wollen, aber die vom KCC schaffen ganz schön viel, um „die Leut“ zu unterhalten, oder???

Und dann unsere BigBand, da waren die Leut ja super begeistert, das Jahreskonzert „BigBand goes Rock“ war der Hammer!! Weiter so, das macht mega Spaß. Ach ja die Leut fragten sich, warum das Spielen unter dem Tannenbaum in diesem Jahr nicht stattfinden konnte? Oh je, da gabs plötzlich einen Terminunfall, es wurde die Vorfahrt missachtet und es kollidierten Interessen Das wird im nächsten Jahr hoffentlich vermieden und wir können den Liedern unterm Tannenbaum lauschen. Apropos Tannenbaum auf dem Freien Platz…. All den perfekten Leuten, denen der Baum in diesem Jahr nicht gefallen hat der Hinweis, wer einen superperfekten Tannenbaum natürlich perfekt geschmückt und perfekt beleuchtet spenden möchte, kann sich gerne an die Gemeindeverwaltung wenden. Grundsätzlich gilt der Satz: einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul! Danke dem diesjährigen Spender der Familie Reichert am Osterberg, der Feuerwehr und Firma Weimar Fink für das Fällen, den Transport und Nicole Grode, Susi Eisenbach, Alessia Schnell sowie den Gemeindearbeitern fürs Schmücken.

Apropos Danke, nach 4 Jahren größtem Einsatz, hat Ute Grosch aus Undenheim das Kochen für den Köngernheimer Mittagstisch eingestellt. Mit Iris Schwamb aus Selzen haben wir eine neue Köchin gefunden. Vor 4 Jahren prognostizierten die Leut: ein Mittagstisch?? Nä das brauchen wir in Köngernheim doch nicht, wir können doch kochen, das Angebot wird doch im Leben nicht wahrge- nommen, wer soll denn da hingehen und was soll ich sagen in geselliger Runde essen im Schnitt 48 Teilnehmer immer noch!!!! Was „die Leut“ so babbeln…..

Ganz beglückt sind „die Leut“ ja, wenn endlich unsere Straußwirtschaften geöffnet haben. Dank Weingut Hammen werden die Leut ja mit dem Dämmerschoppen über die trockenen Monate gerettet, Dietze sorgen auch in den tristen Wintermonaten für offene Türen und seit 2 Jahren erfreuen Horters die Köngernheimer mit einer adventlichen Weinprobe, so dass im Dorf was los ist und die Leut hingehen können, wenn sie denn wollen.

Auch die FWG und die KLK sorgen mit Angeboten wie der Grenzwanderung, Weinbergsrundfahrt, Federweißerfest und in diesem Jahr Frühlingsbrunch für gesellige Stunden im Dorf und die Leut nehmen die Angebote dankend an.

Ach und die junge Leut, die sind ja nicht mehr belastbar, bringen die sich überhaupt für die Gemeinschaft noch ein, fragen die Leut……… Ja und ob, der Elternausschuss der Kita freut sich über 13 junge Eltern die bereit sind, Verant- wortung zu übernehmen. Stabaus, St. Martin ein Sommerfest, 2 Basare im Jahr ohne die jungen Eltern wäre das nicht möglich! Also da sollen die Leut noch mal sagen, da geht nix mehr……

Und dann meckern manche Leut auf die ganz junge, also nein, die vielen Jugendlichen an der ZAZZ-Nacht im Dorf und die viele Autos. Liebe Leut, die Gelder, die an der ZAZZ-Nacht im wahrsten Sinne des Wortes „erwirtschaftet“ werden, machen für den Dorfförderverein und damit für die Gemeinde eine Menge an Projekten erst möglich. Z.B. der Bereich am freien Platz, die Beleuchtung des freien Platzes, den Glascontainerplatz, die Friedhofs- erweiterung, usw. usw. Also cool bleiben ihr Leut, die Toleranz einschalten, ZAZZ feiern, so lange es geht und die Einnahmen sinnvoll im Dorf investieren….

Die Leut haben auch festgestellt, dass sich bei der Kerbejugend junge Leut aktiv in die Gemeinde einbringen und die Kerb mit ihrem Engagement bereichern und das an 4 von 5 Tagen fast rund um die Uhr.

Wissen die Leut eigentlich, dass schon der alte Sokrates 400 vor Christi stöhnte: Die Kinder und Jugend von heute seien unmöglich: Er schrieb: Die Jugend liebt heutzutage den Luxus, sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität hat keinen Respekt vor den älteren Leuten. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn ältere das Zimmer betreten, Sie widersprechen den Eltern und tyrannisieren ihre Lehrer. Ne oder 400 vor Christi war das schon so schlimm??? Und die Menschheit existiert immer noch!

Die Leut haben erzählt, die Ü 30 ist ja auch nicht mehr das was sie mal war!!! Richtig, weil die Leut kaum noch hingehen – weder Ü 30 noch unner Ü 30… So kommen die Verantwortlichen des TVK zu der Entscheidung, die legendäre Ü 30 Party nach über 15 Jahren in 2018 nicht mehr stattfinden zu lassen. Lieber bündelt man die noch vorhandenen engagierten Kräfte. Das Osterfeuer ist weiterhin sehr beliebt und durch das tolle Engagement von Nadja Tippmar und Birgit Brooks konnte der TVK beim Leberknödelessen ein super Ergebnis erzielen, was der kompletten Vereinsarbeit zu gute kommt. Die Übungsleiter des TVK sind motiviert und immer wieder können neue Nachwuchskräfte in den Reihen begrüßt werden, damit das Sportangebot für die Mitglieder aufrechterhalten werden kann. Und mit der Veranstaltung „Tanzen gegen den Blutkrebs“ hat es die Tanzgruppe New Vision des TVK in die Herzen der Leute geschafft, ein tolles Engagement für den guten Zweck, danke dafür.

Der Ökumenische Seniorentreff, der einmal im Monat dienstags stattfindet, braucht auch dringend Nachwuchs, sagen die Leut und zwar Leut die dahingehen und einen unterhaltsamen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen verbringen wollen, das kann doch nicht so schwer sein. Begeistert erzählen die Leut auch vom Angebot der katholischen Kirche, dem Schuppenschoppen und den Angeboten der Erwachsenenbildung, da ist was für alle Altersklassen dabei.

Auch Cultura mit dem Mundartabend bei Hammens und dem Bingoabend in der Penningsklause haben ihre Fangemeinde, die gerne noch wachsen darf, sagen die Leut.

Unsere Feuerwehr, die werden auch immer weniger sagen „die Leut“, was soll das mal werden?? Mein Gott, das könnt ja sogar gefährlich werden, wenn wir die net mehr hätten. Ja die Zeiten ändern sich, wir können froh sein, immer noch engagierte Feuerwehrleute zu haben, die mittlerweile eine tolle Zusam- menarbeit mit den Kameraden in Undenheim pflegen, Danke für Euer tat- kräftiges Tun im ganzen Jahr, egal ob an Feiertagen oder nachts, ihr seid allzeit bereit, Einsatz zu bringen, wenn Einsatz gefordert ist.

Och und habt ihr schon gehört, manche Leut wissen es aus erster Hand, der Jordan, Mensch, was der da wieder baut, unglaublich. Ja Jordans Untermühle erweitert das Hotel um 18 Zimmer und den ersten tollen Hotel-Wellnessbereich in Rheinhessen und das in Köngernheim, da können die Köngernheimer vielleicht bald auch mal saunieren oder sogar mal baden gehen. Ich sag ja immer, in Köngernheim geht was……

Ach übrigens haben Sie das auch gehört? Die Leut sagte doch glatt, die Firma EWR hätte der Firma Lang Rechnungen nicht bezahlt, deshalb hätten die paar Wochen nicht mehr gearbeitet, unglaublich was die Leut so alles wissen und erzählt bekommen. Da war überhaupt nix dran an dem Gebabbel, die Kolonne musste zwischen durch eine andere Baustelle bearbeiten, hat jetzt noch Betriebsferien und im Januar geht es – wenn es das Wetter zulässt – weiter.

Und in Köngernheim geht nicht nur was, da fährt auch was, manche Leut nehmen das Angebot Gott sei Dank wahr, es könnten zwar noch mehr sein, was ich meine ist das Bürgerbussje, das auf Vorbestellung die Kingerumer nach Unnerum zum Einkaufen fährt. Ein toller Service der finanziell auch vom Dorfförderverein unterstützt wurde.

Worüber die Leut weniger babbeln sind die vielen Ehrenamtlichen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Wir haben 22 Migranten in Köngernheim wohnen, die hervorragend betreut werden. Vielen Dank an alle im Team für die Zeit die ihr opfert.

Weiterhin engagiert sich Heiko Solberg vor Ort in Rumänien für Leute, denen das Leben nicht so gnädig ist. Spenden in Form von Kleidung aber auch Geld- spenden nimmt Heiko gerne entgegen, um sie in Rumänien hilfsbedürftigen Familien zukommen lassen zu können. Danke schön an Heiko für Dein Engagement.

Was die Ortspolitik betrifft, sind wir in ruhigeren Fahrwassern unterwegs, kaum mal Leut bei den Ratssitzungen und in der Sprechstunde. Das Dach der Sickingenhalle ist saniert, die LED-Beleuchtung kommt in 2 Wochen. Freuen würden wir uns, wenn wir endlich nach über 20 Jahren mal wieder ein Bauge- biet realisieren könnten. Dies wäre umso wichtiger, da die Zuweisung der Einkommenssteuer aufgrund der zurückgehenden Bevölkerungszahl geringer ausfällt, unsere Fixkosten aber steigen. U.a. durch Unterhaltungskosten in der Kita und der Sickingenhalle. Ansonsten läuft das umfangreiche Tagesgeschäft. Freuen würden sich die Leut auch über eine bessere Anbindung an den Bus- verkehr, dass die Leut nicht immer bis zum Judenpfad laufen müssten. Das geht doch sonst wo auch. Da arbeiten wir dran!

Jetzt ist es Zeit ihr lieben Leut ein herzliches Dankeschön zu sagen, Danke an die Verantwortlichen der Köngernheimer Vereine, der Kirchen, der Feuerwehr, des Elternausschusses der Kita, den Ratsmitgliedern für die harmonische und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein Dankeschön an Familie Horter für die Unterstützung während des gesamten Jahres und heute beim Ausschank, den Aktiven des Dorffördervereins für das Angebot der Grillbratwurst.

Freuen wir uns auf das neue Jahr 2018, gehen wir es mit Schwung, Freude und Gottvertrauen an.

Stoßen wir Leut doch jetzt gemeinsam an – auf ein hoffentlich gesundes friedliches und erfolgreiches Jahr 2018…. Prosit Neujahr.

Ortsbürgermeisterin Jutta Hoff